Die ersten Ritterprüfungen – Burgvölki und Handwerkskunst
- Joel Wiprächtiger
- vor 2 Tagen
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Als an jenem Sonntagmorgen die ersten Sonnenstrahlen die Mauern der Burg küssten, bedeutete dies den Beginn der ritterlichen Ausbildung.
Nach dem ersten Frühstück in der Wohnstätte der Ritter erklärte die Burgherrin den jungen Pagen, was sie erwarten würde und welche Eigenschaften man brauche, um ein guter Ritter zu sein.
«Nicht nur Kraft, sondern auch Geschicklichkeit und vor allem Klugheit braucht es, um ein edler Ritter zu werden.» Die zukünftigen Ritter mussten sich an diesem Sonntag diversen Prüfungen stellen, um diese Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Muskelkraft, Treffsicherheit, Geschicklichkeit und Haarpracht wurden genau unter die Lupe genommen. Dabei bewiesen die Pagen mit Leichtigkeit, dass sie das Zeug zum Ritter haben.
Am Nachmittag stand bereits der erste Feldzug auf dem Programm. Ein grosser Streit zwischen den vier edlen Fürsten der Region entbrannte, bei dem es um Ruhm und Ehre, vor allem aber um Gold ging. Sie kämpften sich über Wassergräben, durch Wälder und Sümpfe. Viele landeten im Kerker, einige plünderten die Schatzkammern der anderen Burgen und wieder andere verteidigten die eigene Burg. Am Ende des Tages konnten die Pagen zeigen, was sie draufhaben, und dass sie in der Lage waren, ihre Burg zu verteidigen.
Nach diesem äusserst anstrengenden Tag stellten die Pagen ihre Handwerkskunst unter Beweis. Mit einfachen Werkzeugen bearbeiteten sie bis spätabends Specksteine, um ihren eigenen Schmuck anzufertigen.
So ging der erste Tag der ritterlichen Ausbildung zu Ende und die Pagen begaben sich erschöpft zur Ruhe.


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